# Ich schäme mich für meinen Körper – deshalb gehe ich nicht trainieren


Kaum eine Frau würde diesen Satz laut aussprechen.


Und trotzdem denken ihn viele.


Vielleicht nicht wortwörtlich.


Aber in einer ähnlichen Form.


> „Ich möchte erst ein paar Kilo abnehmen.“


> „Ich komme wieder, wenn ich fitter bin.“


> „Im Moment fühle ich mich einfach nicht wohl.“


Nach außen klingt das vernünftig.


Doch oft steckt etwas anderes dahinter.


Scham.


## Die größte Hürde steht selten im Fitnessstudio


Viele Frauen glauben, sie hätten ein Motivationsproblem.


Oder ein Zeitproblem.


Oder ein Disziplinproblem.


Doch häufig beginnt die Hürde viel früher.


Nämlich vor dem Spiegel.


Denn wenn wir uns in unserem Körper unwohl fühlen, möchten wir oft genau das vermeiden, was uns helfen könnte:


Sichtbar werden.


## Die Angst, gesehen zu werden


Was, wenn andere mich anschauen?


Was, wenn ich die Langsamste bin?


Was, wenn ich nicht weiß, wie die Geräte funktionieren?


Was, wenn jemand meinen Bauch sieht?


Was, wenn ich mich blamiere?


Diese Gedanken haben nichts mit fehlender Fitness zu tun.


Sie haben mit Verletzlichkeit zu tun.


Denn ein Fitnessstudio ist ein Ort, an dem wir uns oft genau mit den Dingen konfrontieren, die wir an uns selbst kritisieren.


## Das Problem mit dem perfekten Zeitpunkt


Viele Frauen verschieben den Start.


Nicht um Tage.


Sondern um Monate oder Jahre.


Sie warten darauf, sich wohler zu fühlen.


Selbstbewusster.


Schlanker.


Fitter.


Doch genau darin liegt die Falle.


Denn Selbstvertrauen entsteht selten vor dem ersten Schritt.


Meist entsteht es danach.


## Was ich bei Frauen immer wieder beobachte


Die Frauen, die heute selbstbewusst trainieren, waren nicht immer selbstbewusst.


Viele von ihnen hatten dieselben Gedanken.


Dieselben Zweifel.


Dieselben Unsicherheiten.


Der Unterschied ist nicht, dass sie keine Angst hatten.


Der Unterschied ist, dass sie irgendwann trotzdem angefangen haben.


## Niemand schaut so kritisch auf dich wie du selbst


Das klingt hart.


Ist aber oft befreiend.


Die meisten Menschen im Fitnessstudio sind viel mehr mit sich selbst beschäftigt als mit dir.


Mit ihrem Training.


Ihren Zielen.


Ihren Gedanken.


Während du glaubst, alle würden dich beobachten, denken viele wahrscheinlich darüber nach, was sie heute Abend essen.


## Was wäre, wenn du nicht erst perfekt werden müsstest?


Was wäre, wenn du nicht erst abnehmen müsstest?


Nicht erst fitter werden müsstest?


Nicht erst deinen Körper lieben müsstest?


Was wäre, wenn du genau jetzt anfangen dürftest?


Mit Unsicherheit.


Mit Zweifeln.


Mit allem, was gerade da ist.


## Das Wichtigste zum Schluss


Vielleicht hält dich nicht mangelnde Motivation zurück.


Vielleicht hält dich die Angst zurück, nicht gut genug zu sein.


Nicht schlank genug.


Nicht sportlich genug.


Nicht schön genug.


Doch Bewegung ist keine Belohnung für einen perfekten Körper.


Sie ist eine Möglichkeit, wieder Vertrauen in ihn zu entwickeln.


Und manchmal beginnt genau dort Veränderung:


Nicht wenn wir uns endlich wohlfühlen.


Sondern wenn wir beschließen, nicht länger auf diesen Moment zu warten.


Das Wichtigste zum Schluss


Die meisten Frauen haben keine Angst vor Muskeln.




Sie haben Angst davor, nicht mehr weiblich zu wirken.




Doch Stärke und Weiblichkeit schließen sich nicht aus.




Im Gegenteil.




Vielleicht ist es an der Zeit, das Bild davon zu verändern, was ein starker Frauenkörper sein darf.

Herzlichst,

Deine Branca

Die meisten Frauen glauben, ihnen fehlt Disziplin


Das ist meist der erste Gedanke.


„Ich bin einfach nicht konsequent genug.“


„Andere schaffen das doch auch.“


„Warum bekomme ich das nicht hin?“


Doch genau hier beginnt das Problem.


Denn wenn wir uns ständig vorwerfen, nicht diszipliniert genug zu sein, übersehen wir die eigentliche Ursache.


Wissen verändert noch kein Verhalten


Stell dir vor, Wissen würde ausreichen.


Dann würden wir alle genug schlafen.


Jeden Tag frisch kochen.


Regelmäßig trainieren.


Und entspannt durchs Leben gehen.


Tun wir aber nicht.


Nicht weil wir dumm sind.


Sondern weil zwischen Wissen und Handeln etwas anderes liegt:


Unser Alltag.


Unsere Gefühle.


Unsere Gewohnheiten.


Du handelst nicht gegen dein Wissen


Du handelst oft für etwas anderes.


Vielleicht isst du abends nicht die Schokolade, weil du sie so sehr liebst.


Vielleicht isst du sie, weil du den ganzen Tag funktioniert hast.


Vielleicht verschiebst du das Training nicht, weil du faul bist.


Vielleicht bist du einfach erschöpft.


Vielleicht fehlt dir keine Motivation.


Vielleicht fehlt dir Energie.


Veränderung braucht mehr als einen Plan


Viele Frauen starten voller Motivation.


Montag läuft alles perfekt.


Dienstag auch noch.


Mittwoch wird stressig.


Donnerstag fällt das Training aus.


Freitag kommt Frust auf.


Und am Wochenende ist alles wieder vorbei.


Nicht weil der Plan schlecht war.


Sondern weil er nicht zum Leben gepasst hat.


Fang kleiner an


Wir überschätzen oft, was wir in einer Woche schaffen können.


Und unterschätzen, was in sechs Monaten möglich ist.


Eine kleine Veränderung, die du wirklich durchhältst, bringt mehr als der perfekte Plan, den du nach fünf Tagen aufgibst.


Die bessere Frage


Anstatt zu fragen:


„Warum mache ich es nicht?"


frag lieber:


„Was macht es mir gerade so schwer?"


Diese Frage führt oft zu deutlich ehrlicheren Antworten.


Stress.


Erschöpfung.


Überforderung.


Perfektionismus.


Angst zu scheitern.


Das Wichtigste zum Schluss


Du musst nicht noch mehr wissen.


Du musst auch nicht noch härter zu dir sein.


Vielleicht geht es gar nicht darum, dich endlich zusammenzureißen.


Vielleicht geht es darum, besser zu verstehen, was dich bisher davon abgehalten hat.


Denn Veränderung beginnt selten mit mehr Druck.


Sie beginnt meistens mit mehr Verständnis.