Warum Essen oft nichts mit Hunger zu tun hat


Kennst du das?


Du hast eigentlich gerade gegessen.


Du bist satt.


Zumindest körperlich.


Und trotzdem zieht es dich wenig später wieder zur Schokolade. Zu den Keksen. Zum Kühlschrank.


Nicht, weil dein Magen knurrt.


Sondern weil da etwas anderes ist.


Stress.


Frust.


Einsamkeit.


Erschöpfung.


Oder einfach der Wunsch, für einen kurzen Moment etwas Angenehmes zu fühlen.


Wir essen nicht nur mit dem Magen


Die meisten Frauen glauben, Hunger sei der einzige Grund, warum wir essen.


Tatsächlich essen wir aus vielen Gründen.


Wir feiern mit Essen.


Wir trösten uns mit Essen.


Wir belohnen uns mit Essen.


Wir entspannen mit Essen.


Manchmal ist Essen die Pause, die wir uns sonst nicht erlauben.


Manchmal ist es die Umarmung, die gerade fehlt.


Der Schokoriegel ist selten das eigentliche Problem


Viele Frauen ärgern sich über das Stück Schokolade am Abend.


Über die Chips.


Über den Griff in die Süßigkeitenschublade.


Doch oft ist das Essen nur das sichtbare Symptom.


Die spannendere Frage lautet:


Was habe ich eigentlich wirklich gebraucht?


Ruhe?


Entlastung?


Trost?


Anerkennung?


Eine Pause?


Wenn Essen zur Belohnung wird


Vielleicht kennst du diese Gedanken:


„Diesen Tag habe ich mir verdient."


„Jetzt gönne ich mir etwas."


„Das war heute alles so anstrengend."


Daran ist zunächst nichts falsch.


Problematisch wird es erst, wenn Essen die einzige Möglichkeit wird, mit Stress oder Gefühlen umzugehen.


Dann landet plötzlich sehr viel Verantwortung auf einem Stück Schokolade.


Gefühle wollen gefühlt werden


Das klingt einfacher, als es ist.


Viele von uns haben gelernt, weiterzumachen.


Zu funktionieren.


Nicht zu jammern.


Sich zusammenzureißen.


Doch Gefühle verschwinden nicht, nur weil wir sie ignorieren.


Manchmal suchen sie sich einen anderen Weg.


Und nicht selten führt dieser Weg über Essen.


Was stattdessen helfen kann


Bevor du das nächste Mal automatisch zum Essen greifst, halte kurz inne.


Und frage dich:


Habe ich gerade wirklich Hunger?


Oder brauche ich etwas anderes?


Vielleicht eine Pause.


Vielleicht frische Luft.


Vielleicht ein Gespräch.


Vielleicht einfach zehn Minuten nur für dich.


Nicht jedes Bedürfnis lässt sich mit Essen stillen.


Das Wichtigste zum Schluss


Wenn du aus Stress, Frust oder Erschöpfung isst, bedeutet das nicht, dass mit dir etwas nicht stimmt.


Es bedeutet auch nicht, dass du undiszipliniert bist.


Es bedeutet nur, dass du ein Mensch bist.


Ein Mensch mit Bedürfnissen.


Mit Gefühlen.


Mit guten und schlechten Tagen.


Und vielleicht beginnt Veränderung genau dort, wo du aufhörst, gegen dich zu kämpfen, und anfängst, neugierig auf dich selbst zu werden.

Das Wichtigste zum Schluss


Vielleicht bist du gar nicht faul und vielleicht fehlt dir gar nicht die Motivation.


Vielleicht bist du einfach müde davon, ständig stark sein zu müssen.


Und vielleicht beginnt Erholung genau dort, wo du aufhörst, deine Erschöpfung als persönliches Versagen zu betrachten.


Herzlichst,

Deine Branca