Stell dir vor, jemand würde den ganzen Tag neben dir herlaufen.
Jemand, der jeden Fehler kommentiert.
Jeden Versprecher.
Jedes Kilo.
Jede verpasste Trainingseinheit.
Jedes Stück Kuchen.
Jemand, der ständig sagt:
„Das hättest du besser machen können."
„Warum schaffst du das nicht?"
„Andere bekommen das doch auch hin."
Die meisten von uns würden sich von so einem Menschen fernhalten.
Das Verrückte ist:
Viele Frauen sprechen genau so mit sich selbst.
Die Stimme, die immer etwas auszusetzen hat
Vielleicht kennst du diese Gedanken:
„Ich müsste mehr Sport machen."
„Ich müsste abnehmen."
„Ich müsste disziplinierter sein."
„Ich müsste besser organisiert sein."
„Ich müsste mehr schaffen."
Kaum ist ein Ziel erreicht, wartet schon das nächste.
Kaum ist ein Problem gelöst, taucht das nächste auf.
Der innere Kritiker verschiebt die Ziellinie ständig weiter.
Wann ist eigentlich genug?
Das ist eine Frage, die ich Frauen im Coaching häufig stelle.
Und oft wird es plötzlich still.
Denn viele haben darüber noch nie nachgedacht.
Wann wäre es genug?
Wenn die Waage fünf Kilo weniger zeigt?
Wenn die Hose wieder passt?
Wenn der Bauch flacher ist?
Wenn der Alltag entspannter wird?
Oder findet der innere Kritiker dann einfach das nächste Thema?
Erfolg fühlt sich manchmal erstaunlich kurz an
Viele Frauen arbeiten monatelang auf ein Ziel hin.
Und wenn sie es erreichen?
Freuen sie sich einen Tag.
Vielleicht zwei.
Dann richtet sich der Blick wieder auf das, was noch nicht perfekt ist.
Das Problem ist nicht fehlender Erfolg.
Das Problem ist fehlende Anerkennung.
Du bist mehr als deine To-do-Liste
Viele Frauen bewerten sich danach:
Wie produktiv sie waren.
Wie gesund sie gegessen haben.
Wie viel sie geschafft haben.
Was auf der Waage steht.
Doch dein Wert verändert sich nicht mit deiner Leistung.
Auch nicht an den Tagen, an denen nichts perfekt läuft.
Was würdest du deiner besten Freundin sagen?
Stell dir vor, eine Freundin würde zu dir kommen und sagen:
„Ich habe diese Woche nur einmal trainiert."
„Ich habe am Wochenende zu viel gegessen."
„Ich habe nicht alles geschafft."
Würdest du antworten:
„Das reicht nicht."
„Du bist undiszipliniert."
„Du musst dich mehr anstrengen."
Wahrscheinlich nicht.
Warum also sprichst du so mit dir selbst?
Freundlich zu sich selbst sein heißt nicht, aufzugeben
Das wird oft missverstanden.
Selbstmitgefühl bedeutet nicht:
„Dann ist eben alles egal."
Es bedeutet:
Sich selbst mit derselben Fairness zu begegnen, die man anderen entgegenbringt.
Ohne ständige Härte.
Ohne ständige Abwertung.
Ohne ständigen Kampf.
Das Wichtigste zum Schluss
Vielleicht musst du nicht noch besser werden.
Vielleicht musst du nicht noch mehr leisten.
Vielleicht musst du nicht noch mehr an dir arbeiten.
Vielleicht darfst du einfach einmal stehen bleiben und anerkennen, wie viel du bereits trägst.
Und wie viel du bereits geschafft hast.
Denn manchmal ist der lauteste Kritiker nicht die Welt da draußen.
Sondern die Stimme in unserem eigenen Kopf.
Das Wichtigste zum Schluss
Die meisten Frauen haben keine Angst vor Muskeln.
Sie haben Angst davor, nicht mehr weiblich zu wirken.
Doch Stärke und Weiblichkeit schließen sich nicht aus.
Im Gegenteil.
Vielleicht ist es an der Zeit, das Bild davon zu verändern, was ein starker Frauenkörper sein darf.
Herzlichst,
Deine Branca
Die meisten Frauen glauben, ihnen fehlt Disziplin
Das ist meist der erste Gedanke.
„Ich bin einfach nicht konsequent genug.“
„Andere schaffen das doch auch.“
„Warum bekomme ich das nicht hin?“
Doch genau hier beginnt das Problem.
Denn wenn wir uns ständig vorwerfen, nicht diszipliniert genug zu sein, übersehen wir die eigentliche Ursache.
Wissen verändert noch kein Verhalten
Stell dir vor, Wissen würde ausreichen.
Dann würden wir alle genug schlafen.
Jeden Tag frisch kochen.
Regelmäßig trainieren.
Und entspannt durchs Leben gehen.
Tun wir aber nicht.
Nicht weil wir dumm sind.
Sondern weil zwischen Wissen und Handeln etwas anderes liegt:
Unser Alltag.
Unsere Gefühle.
Unsere Gewohnheiten.
Du handelst nicht gegen dein Wissen
Du handelst oft für etwas anderes.
Vielleicht isst du abends nicht die Schokolade, weil du sie so sehr liebst.
Vielleicht isst du sie, weil du den ganzen Tag funktioniert hast.
Vielleicht verschiebst du das Training nicht, weil du faul bist.
Vielleicht bist du einfach erschöpft.
Vielleicht fehlt dir keine Motivation.
Vielleicht fehlt dir Energie.
Veränderung braucht mehr als einen Plan
Viele Frauen starten voller Motivation.
Montag läuft alles perfekt.
Dienstag auch noch.
Mittwoch wird stressig.
Donnerstag fällt das Training aus.
Freitag kommt Frust auf.
Und am Wochenende ist alles wieder vorbei.
Nicht weil der Plan schlecht war.
Sondern weil er nicht zum Leben gepasst hat.
Fang kleiner an
Wir überschätzen oft, was wir in einer Woche schaffen können.
Und unterschätzen, was in sechs Monaten möglich ist.
Eine kleine Veränderung, die du wirklich durchhältst, bringt mehr als der perfekte Plan, den du nach fünf Tagen aufgibst.
Die bessere Frage
Anstatt zu fragen:
„Warum mache ich es nicht?"
frag lieber:
„Was macht es mir gerade so schwer?"
Diese Frage führt oft zu deutlich ehrlicheren Antworten.
Stress.
Erschöpfung.
Überforderung.
Perfektionismus.
Angst zu scheitern.
Das Wichtigste zum Schluss
Du musst nicht noch mehr wissen.
Du musst auch nicht noch härter zu dir sein.
Vielleicht geht es gar nicht darum, dich endlich zusammenzureißen.
Vielleicht geht es darum, besser zu verstehen, was dich bisher davon abgehalten hat.
Denn Veränderung beginnt selten mit mehr Druck.
Sie beginnt meistens mit mehr Verständnis.