Viele Frauen trainieren nach festen Plänen.


Montag Beine.


Mittwoch Rücken.


Freitag HIIT.


Der Plan steht.


Und eigentlich klingt das auch vernünftig.


Doch was passiert, wenn du montags voller Energie bist und freitags kaum aus dem Bett kommst?


Wenn sich das Training plötzlich schwer anfühlt, obwohl du nichts anders machst?


Viele Frauen geben sich dann selbst die Schuld.


> „Ich bin undiszipliniert.“


> „Ich bin unmotiviert.“


> „Ich muss mich einfach mehr zusammenreißen.“


Dabei liegt die Ursache oft ganz woanders.


Nämlich in deinem Zyklus.


## Warum dein Zyklus mehr beeinflusst, als du denkst


Viele Frauen verbinden ihren Zyklus vor allem mit ihrer Periode.


Tatsächlich passiert aber über den gesamten Monat hinweg deutlich mehr.


Dein Hormonhaushalt verändert sich ständig.


Und diese Veränderungen beeinflussen nicht nur deine Stimmung.


Sondern auch:


* deine Kraft

* deine Ausdauer

* deine Regeneration

* dein Schmerzempfinden

* deinen Energieverbrauch

* deine Motivation


Deshalb ist es völlig normal, dass sich ein Workout an einem Tag leicht und am nächsten plötzlich unglaublich anstrengend anfühlt.


Das bedeutet nicht, dass du schwächer geworden bist.


Es bedeutet nur, dass dein Körper gerade in einer anderen Phase arbeitet.


## Stell dir deinen Zyklus wie die Jahreszeiten vor


Jede Phase hat ihren eigenen Rhythmus.


Ihre eigene Energie.


Ihre eigenen Bedürfnisse.


Und genau wie wir im Winter andere Dinge brauchen als im Sommer, braucht auch dein Körper im Verlauf des Zyklus unterschiedliche Unterstützung.


### Die Menstruationsphase – Winter


Viele Frauen fühlen sich während ihrer Periode müde, empfindlicher oder weniger belastbar.


Der Körper ist mit Regeneration beschäftigt.


Das ist keine Schwäche.


Das ist Biologie.


Statt Höchstleistungen zu erwarten, darfst du in dieser Phase einen Gang zurückschalten.


Spaziergänge, Mobility-Training, Yoga oder sanfte Bewegung sind oft genau das Richtige.


### Die Follikelphase – Frühling


Nach der Periode steigt das Östrogen an.


Viele Frauen spüren jetzt mehr Energie, Motivation und mentale Klarheit.


Der Körper ist auf Aufbau programmiert.


Neue Trainingsreize fallen leichter.


Die Regeneration läuft oft schneller.


Das ist häufig eine hervorragende Zeit für Krafttraining und intensivere Belastungen.


### Der Eisprung – Sommer


Rund um den Eisprung erreichen viele Frauen ihren energetischen Höhepunkt.


Man fühlt sich stärker.


Selbstbewusster.


Leistungsfähiger.


Jetzt können Trainingseinheiten oft besonders leicht fallen.


Gleichzeitig zeigen einige Studien, dass das Verletzungsrisiko leicht erhöht sein kann, da Bänder und Gelenke etwas lockerer reagieren können.


Deshalb gilt:


Volle Energie nutzen – aber mit sauberer Technik.


### Die Lutealphase – Herbst


Nach dem Eisprung verändert sich die hormonelle Situation erneut.


Viele Frauen bemerken jetzt:


* mehr Hunger

* weniger Energie

* schlechteren Schlaf

* Wassereinlagerungen

* stärkere Stimmungsschwankungen


Das bedeutet nicht, dass du mit Sport aufhören solltest.


Aber vielleicht braucht dein Körper jetzt mehr Qualität als Quantität.


Mehr Gefühl statt ständiges Vollgas.


## Warum dieses Wissen so wertvoll ist


Ich erlebe immer wieder Frauen, die jahrelang gegen ihren Körper kämpfen.


Sie vergleichen jede Trainingseinheit miteinander.


Jeden Lauf.


Jedes Workout.


Jede Woche.


Und wundern sich, warum ihre Leistung schwankt.


Die Wahrheit ist:


Sie schwankt, weil du ein Mensch bist.


Und weil dein Körper nicht jeden Tag dieselben Voraussetzungen mitbringt.


Je besser du deinen Rhythmus verstehst, desto weniger Frust entsteht.


Und desto leichter fällt es dir, mit deinem Körper zu arbeiten statt gegen ihn.


## So gelingt der Einstieg


Du musst dafür nicht sofort dein gesamtes Training umstellen.


Oft reicht es schon, genauer hinzuschauen.


Tracke deinen Zyklus.


Beobachte deine Energie.


Notiere, wann du dich besonders stark fühlst und wann du mehr Erholung brauchst.


Mit der Zeit erkennst du Muster.


Und genau diese Muster helfen dir, klügere Entscheidungen zu treffen.


## Das Wichtigste zum Schluss


Dein Zyklus ist kein Hindernis.


Er ist auch kein Zeichen dafür, dass du weniger leistungsfähig bist.


Er ist vielmehr dein persönlicher Taktgeber.


Wenn du lernst, seine Sprache zu verstehen, wird Training nicht länger zum Kampf gegen deinen Körper.


Sondern zu einer Zusammenarbeit.


Und genau dann kann aus vermeintlichem Hormonchaos etwas sehr Wertvolles entstehen:


Vertrauen in deinen eigenen Körper.


Früher konnte ich alles essen. Heute nehme ich schon vom Anschauen zu.


Diesen Satz höre ich ständig.


Im Training. Im Coaching. Beim ersten Kennenlerngespräch.


Und fast immer folgt danach ein frustriertes Lachen.


„Früher habe ich abends Pizza gegessen und nichts ist passiert.“


„Heute reicht ein Stück Kuchen und ich habe das Gefühl, direkt zuzunehmen.“


Viele Frauen haben das Gefühl, ihr Körper hätte plötzlich beschlossen, gegen sie zu arbeiten.


Als wäre er von heute auf morgen zu einem Gegner geworden.

Die schlechte Nachricht zuerst


Mit Anfang 20 konnte dein Körper tatsächlich vieles ausgleichen.


Wenig Schlaf.

Zu wenig Bewegung.

Unregelmäßiges Essen.

Stress.


Das bedeutet aber nicht, dass damals alles optimal war.


Der Körper war nur deutlich großzügiger.


Heute meldet er sich schneller zurück. Und ehrlicher.

Dein Körper hat sich nicht gegen dich verschworen


Viele Frauen betrachten jede Gewichtszunahme wie einen persönlichen Fehler.


Dabei verändert sich der Körper im Laufe des Lebens ganz natürlich.


  • Hormone verändern sich.
  • Muskelmasse verändert sich.
  • Stress verändert sich.
  • Verantwortung verändert sich.


Hinzu kommt, dass wir uns im Alltag oft weniger bewegen als früher, nicht weil wir faul sind, sondern weil unser Leben heute einfach anders aussieht.


Das Problem ist also selten ein einzelnes Stück Kuchen.


Das Problem ist meist die Summe vieler kleiner Faktoren.

Was ich bei vielen Frauen beobachte


Sie essen morgens wenig. Mittags schnell.


Tagsüber funktionieren sie.


Und abends versucht der Körper aufzuholen.


Dazu kommen Schlafmangel, ständiger Stress und das Gefühl, immer für alle da sein zu müssen.


Das Ergebnis? Der Körper hält fest.


Nicht aus Bosheit. Sondern weil er Sicherheit sucht.


Die Frage ist nicht:

Wie esse ich weniger?


Die spannendere Frage lautet:

Wie kann ich meinen Körper wieder unterstützen?


Oft beginnt das mit ganz einfachen Dingen:



  1. regelmäßig essen
  2. ausreichend Eiweiß
  3. mehr Bewegung im Alltag
  4. besser schlafen
  5. weniger Druck



Nicht spektakulär. Aber wirksam.

Das Wichtigste zum Schluss


Der Körper verändert sich. Das ist normal. Aber nicht jede Veränderung ist etwas Schlechtes.


Du musst nicht wieder die Frau werden, die du mit 25 warst. Du darfst die Frau sein, die du heute bist.


Stärker, gelassener, bewusster.


Und vielleicht sogar liebevoller zu dir selbst.


Herzlichst,

Deine Branca