Wenn du das Wort Selbstfürsorge hörst, was fällt dir als Erstes ein?
Ein Schaumbad?
Eine Duftkerze?
Ein Wellnesswochenende?
Vielleicht noch eine Gesichtsmaske und eine Tasse Tee?
Versteh mich nicht falsch.
Dagegen ist überhaupt nichts einzuwenden.
Aber echte Selbstfürsorge beginnt meistens ganz woanders.
Die meisten Frauen haben kein Wellnessproblem
Sie haben ein Belastungsproblem.
Sie kümmern sich um ihre Familie.
Um ihre Arbeit.
Um Termine.
Um Freunde.
Um ihre Kinder.
Um ihre Eltern.
Um den Haushalt.
Und irgendwo dazwischen versuchen sie auch noch, auf sich selbst zu achten.
Wenn überhaupt noch Zeit dafür bleibt.
Selbstfürsorge ist nicht immer angenehm
Das ist der Teil, über den kaum jemand spricht.
Manchmal bedeutet Selbstfürsorge:
Nein zu sagen.
Früher ins Bett zu gehen.
Eine Verabredung abzusagen.
Um Hilfe zu bitten.
Grenzen zu setzen.
Oder sich einzugestehen, dass man gerade nicht alles schaffen kann.
Das fühlt sich oft deutlich weniger gemütlich an als ein Schaumbad.
Ist aber häufig viel wirksamer.
Warum wir uns selbst oft zuletzt kommen lassen
Viele Frauen haben gelernt, stark zu sein.
Zu funktionieren.
Nicht zur Last zu fallen.
Alles irgendwie hinzubekommen.
Und genau deshalb fällt es ihnen schwer, die eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen.
Denn sobald sie an sich denken, meldet sich das schlechte Gewissen.
Das schlechte Gewissen ist kein guter Ratgeber
Nur weil du dir Zeit für dich nimmst, bist du nicht egoistisch.
Nur weil du eine Pause brauchst, bist du nicht schwach.
Und nur weil du nicht ständig verfügbar bist, enttäuschst du niemanden.
Trotzdem fühlen sich viele Frauen genau so.
Die Frage, die ich oft stelle
Wenn eine gute Freundin so erschöpft wäre wie du:
Was würdest du ihr raten?
Wahrscheinlich nicht:
„Reiß dich zusammen."
„Mach einfach weiter."
„Stell dich nicht so an."
Wahrscheinlich würdest du sagen:
„Pass auf dich auf."
Interessanterweise fällt uns das bei anderen oft leichter als bei uns selbst.
Selbstfürsorge beginnt im Alltag
Nicht erst im Urlaub.
Nicht erst, wenn alles erledigt ist.
Nicht erst, wenn die Kinder groß sind.
Nicht erst nächste Woche.
Sondern heute.
In kleinen Entscheidungen.
In kleinen Grenzen.
In kleinen Pausen.
Das Wichtigste zum Schluss
Selbstfürsorge ist kein Luxus.
Sie ist auch keine Belohnung für besonders anstrengende Tage.
Sie ist die Grundlage dafür, dass du langfristig gesund, belastbar und bei Kräften bleibst.
Und manchmal sieht Selbstfürsorge nicht aus wie ein Schaumbad.
Sondern wie ein ehrliches:
„Heute schaffe ich das nicht mehr."
Und das darf vollkommen in Ordnung sein.
Das Wichtigste zum Schluss
Die meisten Frauen haben keine Angst vor Muskeln.
Sie haben Angst davor, nicht mehr weiblich zu wirken.
Doch Stärke und Weiblichkeit schließen sich nicht aus.
Im Gegenteil.
Vielleicht ist es an der Zeit, das Bild davon zu verändern, was ein starker Frauenkörper sein darf.
Herzlichst,
Deine Branca
Die meisten Frauen glauben, ihnen fehlt Disziplin
Das ist meist der erste Gedanke.
„Ich bin einfach nicht konsequent genug.“
„Andere schaffen das doch auch.“
„Warum bekomme ich das nicht hin?“
Doch genau hier beginnt das Problem.
Denn wenn wir uns ständig vorwerfen, nicht diszipliniert genug zu sein, übersehen wir die eigentliche Ursache.
Wissen verändert noch kein Verhalten
Stell dir vor, Wissen würde ausreichen.
Dann würden wir alle genug schlafen.
Jeden Tag frisch kochen.
Regelmäßig trainieren.
Und entspannt durchs Leben gehen.
Tun wir aber nicht.
Nicht weil wir dumm sind.
Sondern weil zwischen Wissen und Handeln etwas anderes liegt:
Unser Alltag.
Unsere Gefühle.
Unsere Gewohnheiten.
Du handelst nicht gegen dein Wissen
Du handelst oft für etwas anderes.
Vielleicht isst du abends nicht die Schokolade, weil du sie so sehr liebst.
Vielleicht isst du sie, weil du den ganzen Tag funktioniert hast.
Vielleicht verschiebst du das Training nicht, weil du faul bist.
Vielleicht bist du einfach erschöpft.
Vielleicht fehlt dir keine Motivation.
Vielleicht fehlt dir Energie.
Veränderung braucht mehr als einen Plan
Viele Frauen starten voller Motivation.
Montag läuft alles perfekt.
Dienstag auch noch.
Mittwoch wird stressig.
Donnerstag fällt das Training aus.
Freitag kommt Frust auf.
Und am Wochenende ist alles wieder vorbei.
Nicht weil der Plan schlecht war.
Sondern weil er nicht zum Leben gepasst hat.
Fang kleiner an
Wir überschätzen oft, was wir in einer Woche schaffen können.
Und unterschätzen, was in sechs Monaten möglich ist.
Eine kleine Veränderung, die du wirklich durchhältst, bringt mehr als der perfekte Plan, den du nach fünf Tagen aufgibst.
Die bessere Frage
Anstatt zu fragen:
„Warum mache ich es nicht?"
frag lieber:
„Was macht es mir gerade so schwer?"
Diese Frage führt oft zu deutlich ehrlicheren Antworten.
Stress.
Erschöpfung.
Überforderung.
Perfektionismus.
Angst zu scheitern.
Das Wichtigste zum Schluss
Du musst nicht noch mehr wissen.
Du musst auch nicht noch härter zu dir sein.
Vielleicht geht es gar nicht darum, dich endlich zusammenzureißen.
Vielleicht geht es darum, besser zu verstehen, was dich bisher davon abgehalten hat.
Denn Veränderung beginnt selten mit mehr Druck.
Sie beginnt meistens mit mehr Verständnis.